Kinderwunsch mit PMO-Syndrom: Schwanger werden trotz PMOS (früher PCOS)

Kinderwunsch mit PMO-Syndrom: Schwanger werden trotz PMOS (früher PCOS)

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Carolin Kaulfersch ist als Medical Writer und Autorin für die Themen Fruchtbarkeit, Schwangerschaft und Reproduktionsmedizin tätig. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass es nicht selbstverständlich ist, ein Kind zu haben und möchte daher andere Paare empathisch und informativ auf ihrem Weg zum Wunschkind unterstützen.

Was ist das Polyendokrine Metabolische Ovarialsyndrom (PMOS) und warum heißt es nicht mehr PCOS?

Diagnose von PMO-Syndrom (PMOS)

Ursache vom PMO-Syndrom (PMOS)

Symptome des PMO-Syndroms

Behandlungsmethoden bei PMOS für Frauen, die schwanger werden wollen

Tipps für Frauen mit PMOS, um schwanger zu werden

Das Wichtigste zum Kinderwunsch mit PMOS (früher PCOS) im Überblick:

  • Etwa jede 8. der Frauen im gebärfähigen Alter ist von PMOS betroffen
  • PMOS führt zu erhöhten männlichen Hormonen (Androgenen) und stört den weiblichen Zyklus
  • Genetik, Hormone und Umweltfaktoren spielen wahrscheinlich zusammen
  • Häufige Symptome sind unregelmäßige Zyklen, Akne, vermehrte Körperbehaarung, Haarausfall, Gewichtsprobleme, Insulinresistenz
  • Gesunde Ernährung, Bewegung und Gewichtsabnahme können die Chance auf eine Schwangerschaft verbessern

So kannst du mit PMOS schwanger werden

Das Polyendokrine Metabolische Ovarialsyndrom, PMOS (früher polyzystisches Ovarialsyndrom, PCOS) ist eine häufige hormonelle Störung, die die Fruchtbarkeit stark beeinträchtigen und dadurch die Chancen, schwanger zu werden, sowie die Erfüllung des Kinderwunsches erschweren kann. Betroffene Frauen leiden oft unter Unfruchtbarkeit aufgrund des fehlenden regelmäßigen Eisprungs.

Trotz der Schwierigkeiten, die PMOS mit sich bringt, gibt es mittlerweile zahlreiche evidenzbasierte Ansätze, die helfen können, die Auswirkungen von PMOS auf die Fruchtbarkeit zu verringern und die Chancen auf eine Schwangerschaft zu verbessern. Kinderwunschzentren bieten spezialisierte Kinderwunschbehandlungen an, die von Hormontherapie bis zur künstlichen Befruchtung wie z.B. Insemination (IUI) oder In-Vitro-Fertilisation (IVF) reichen.

Erfahre alles Wichtige über häufigsten Ursachen und Diagnose von PMOS sowie bewährte Therapieansätze. Wir geben Dir zudem wertvolle Tipps, wie Du Deine Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern kannst.

Was ist das Polyendokrine Metabolische Ovarialsyndrom (PMOS) und warum heißt es nicht mehr PCOS?

Das PMO-Syndrom (Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom, auch PMOS) ist eine komplexe Stoffwechselstörung (endokrine Erkrankung), die durch zahlreiche Beschwerden gekennzeichnet ist. Es gilt als der häufigsten Hormonstörungen von Frauen und betrifft rund jede 8. aller Frauen im gebärfähigen Alter also weltweit rund 170 Millionen Frauen. 

Beim polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom produziert der Körper vermehrt männliche Geschlechtshormone (Androgene). Dies führt zu einer unzureichenden Regulierung des Menstruationszyklus. Die Follikel in den Eierstöcken reifen nicht richtig heran, wodurch Frauen mit PMOS häufig keinen regelmäßigen Eisprung haben. Die ausbleibende Reifung und Freisetzung der Eizellen beeinträchtigten die Fruchtbarkeit bei betroffenen Frauen.

Ein Aspekt des PMO-Syndroms kann das Vorhandensein von polyzystischen Ovarien sein. Das bedeutet, dass sich viele kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen in den Eierstöcken bilden, die im Ultraschall sichtbar sind. Das polyzystische Ovarsyndrom ist jedoch eine komplexe hormonelle Störung, die über diese Zysten hinausgeht. Früher galt das vorhanden sein der polyzystischen Eierstöcke als wichtiges Kriterium für eine PMOS- (oder eben früher PCOS)-Erkrankung. Mittlerweile ist klar, dass die polyzystischen Eierstöcke bei Frauen mit PMOS nicht häufiger vorkommen als bei anderen Frauen. 

Polyzystische Ovarien bei PCO

Abgesehen von den Eierstöcken treten bei Betroffenen viele verschiedene metabolische, psychologische, reproduktive und die Haut-betreffende Veränderungen auf. Frauen mit PMOS leiden also häufig an Auswirkungen, die den gesamten Organismus betreffen. Deshalb wurde bereits länger eine neue Namensgebung diskutiert und mittlerweile auch veranlasst. Durch den Namen PMOS soll der Fokus weniger stark auf die möglicherweise vorhandenen polyzystischen Eierstöcke als auf den Rest der Erkrankung gelegt werden. Viele Frauen wurden relativ lange nicht mit PCOS (beziehungsweise PMOS) diagnostiziert da die Eierstöcke unauffällig aussehen. Der neue Name PMOS soll nicht nur davor bewahren sondern auch die Stigmatisierung rund um die Krankheit verringern und die wahren Ausmaße und Auswirkungen korrekt widerspiegeln: Polyendokrin soll darauf hindeuten, dass mehrere Hormonsysteme im Körper betroffen sind - und eben nicht nur die Sexualhormone außer Gleichgewicht geraten. Metabolisch steht für das erhöhte Risiko an metabolischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hypertonie also Bluthochdruck. Ovarialsyndrom ist als einziger Baustein aus der alten Bezeichnung PCOS übernommen worden und stellt weiterhin die Verbindung zu Störungen der Ovulation und der Fruchtbarkeit her. 

Der neue Name ist übrigens sehr gut überlegt: der Prozess der Namensfindung zog sich über 10 Jahre hinweg und ist von 22000 Menschen durchgeführt worden - darunter auch tausenden Betroffenen! 

Diagnose von PMO-Syndrom

Die Diagnose des polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) erfolgt durch eine Kombination aus Blutuntersuchungen für den Hormonstatus, Ultraschalluntersuchungen und ärztlichen Gesprächen / Untersuchungen bzgl. dem Vorliegen gewisser Symptome. Um eine umfassende Diagnose und Behandlung zu erhalten, solltest einen Termin vereinbaren, am besten bei deinem Frauenarzt oder in einem Kinderwunschzentrum.

Die wichtigsten Schritte zur Diagnose sind:

1. Blutuntersuchungen

Ein Bluttest hilft, die Hormone im Blut zu überprüfen und den Hormonstatus festzustellen. Zu den wichtigsten Hormonen zählen:

  • Androgene: Erhöhte Androgenwerte im Blut (Hyperandrogenämie) wie Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT) können ein Indikator für PMOS sein.
    • Testosteron: >70 ng/dl erhöht, >100 ng/dl stark erhöht
    • Dihydrotestosteron (DHT): >150 ng/dl
  • Luteinisierendes Hormon (LH) und Follikelstimulierendes Hormon (FSH): Ein häufiges Muster bei PMOS ist ein erhöhtes Verhältnis zwischen dem luteinisierenden Hormon und dem follikelstimulierenden Hormon. Während LH oft erhöht ist, können die FSH-Spiegel normal oder zu niedrig sein. Ein Verhältnis von LH zu FSH von 2:1 oder höher kann auf eine Störung des hormonellen Gleichgewichts hinweisen.
  • Gestagen (Progesteron) und Östrogen: Bei PMOS ist das Verhältnis von Gestagen zu Östrogen oft gestört. In vielen Fällen tritt eine Östrogendominanz auf. Das bedeutet nicht unbedingt, dass der Östrogenspiegel absolut erhöht ist, sondern dass im Verhältnis zum Gestagen ein Ungleichgewicht besteht. Durch den häufig unregelmäßigen oder ausbleibenden Eisprung bei PMOS wird in der zweiten Zyklushälfte zu wenig Progesteron (ein Gestagen) produziert.
  • Insulin: Da viele Frauen mit PMOS eine Insulinresistenz haben, kann auch der Insulinspiegel erhöht sein. Ein erhöhter Nüchtern-Insulinwert oder ein gestörter Zuckerstoffwechsel können auf eine Insulinresistenz hindeuten.
  • SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin): Bei PMOS sind die Spiegel von SHBG oft zu niedrig. SHBG bindet Testosteron und andere Androgene, und niedrigere Werte können zu höheren freien Androgenspiegeln im Blut führen.

2. Transvaginaler Ultraschall

Ein Ultraschall der Eierstöcke wird durchgeführt, um das Vorhandensein von zahlreichen kleinen Eibläschen in den Eierstöcken zu überprüfen. Dies galt lange als ein charakteristisches, aber nicht allein ausreichendes Merkmal für die Diagnose von PMOS. Auch wenn die Diagnose-Kriterien durch den neuen Namen der Krankheit nicht mitverändert worden sind, gilt das nicht-vorhanden sein nicht als Grund kein PMOS zu diagnostizieren. 

3. Arztgespräch (Anamnese)

Anhand deiner Blutwerte und des Ultraschalls kann Dein Arzt oder Deine Ärztin deinen Zyklus genauer verstehen und eine Einschätzung geben. Im Gespräch mit einem Facharzt wirst du über folgende Symptome des PMO-Syndroms befragt werden:

  • Zyklusstörungen: Seltene Regelblutung (Oligomenorrhoe) oder ausbleibende Monatsblutungen (Amenorrhoe)
  • Übermäßige Körperbehaarung (Hirsutismus)
  • Akne
  • Haarausfall
  • Medizinische / Familiäre Prädisposition

Die Diagnose PMOS wird in der Regel anhand der folgenden Kriterien gestellt. Hierbei müssen mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt sein:

  1. Unregelmäßige Regelblutungen 
  2. Erhöhte Androgenspiegel
  3. Vorhandensein von polyzystischen Ovarien oder AMH-Messung mit erhöhtem AMH-Wert

Ursache von PMOS

Die genaue Ursache des polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination von genetischen, hormonellen und umweltbedingten Faktoren eine Rolle spielt.

Ein möglicher Auslöser für PMOS könnte eine Fehlfunktion eines Enzyms sein, das normalerweise die Produktion von männlichen Hormonen reguliert. Diese Fehlfunktion führt zu einem erhöhten Spiegel an Androgenen, also männlichen Hormonen, im Körper. Ein solcher Anstieg kann zu den typischen Symptomen von PMOS, wie unregelmäßigen Menstruationszyklen und übermäßigem Haarwuchs, beitragen.

Symptome des PMO-Syndroms

Frauen mit dem polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) können an einer Vielzahl an Symptomen leiden. Zu den häufigsten zählen:

  • Unregelmäßige Menstruationszyklen: Sehr lange und unregelmäßige Menstruationszyklen oder ausbleibende Perioden sind ein häufiges Symptom.
  • Ovulationsstörungen: Ausbleiben der regelmäßigen Reifung und Freisetzung von Eizellen. Dies kann zu Problemen mit der Fruchtbarkeit führen.
  • Erhöhte Androgenspiegel: Dies kann sich in Form von Akne, übermäßigem Haarwuchs (Hirsutismus), Haarausfall auf dem Kopf oder fettiger Haut äußern.
  • Gewichtszunahme: Frauen mit PMOS haben oft Schwierigkeiten, ihr Gewicht zu kontrollieren, oder neigen stärker zur Gewichtszunahme.
  • Insulinresistenz: Bei PMOS kann eine Insulinresistenz auftreten, die zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führen und das Risiko für die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ-2 erhöhen kann.
  • Metabolisches Syndrom: Frauen mit PMOS haben ein erhöhtes Risiko für das metabolische Syndrom. Dieses ist gekennzeichnet durch eine Kombination von Insulinresistenz, Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten. Das metabolische Syndrom erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung ist daher besonders wichtig für Frauen mit PMOS.
  • Psychische Belastung: Studien ergaben, dass PMOS-Patientinnen häufiger unter leichten und schweren Depressionen litten als Frauen ohne PMOS. Zudem stellten wir fest, dass PMOS-Frauen häufiger von mäßigen Angstzuständen und Stress betroffen waren. (Sulaiman, 2017)

Die Schwere dieser Symptome kann unterschiedlich ausgeprägt sein, und nicht alle Frauen mit PMOS leiden an all diesen Beschwerden.

Behandlungsmethoden bei PMOS für Frauen, die schwanger werden wollen

Für Frauen mit PMO, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, stehen mehrere Behandlungsoptionen zur Verfügung. Diese zielen darauf ab, den Hormonhaushalt zu regulieren.

Hormonelle Stimulation zur Eizellreifung und Ovulationsinduktion

  • Clomifen: Stimuliert die Eierstöcke zur Reifung von Eizellen und wird häufig verwendet, um den Eisprung zu induzieren (Ovulationsinduktion) und die Fruchtbarkeit zu verbessern. (Elkhateeb RR. et al, 2017)
  • Gonadotropine (LH, FSH und Kombination aus LH und FSH): Hormone, die in der Regel zur hormonellen Stimulation des Eisprungs bei Frauen mit polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) eingesetzt werden, insbesondere wenn andere Behandlungen wie Clomifencitrat nicht erfolgreich sind.

Unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung der Insulinresistenz und des Stoffwechsels

  • Metformin: Ein Medikament, das hauptsächlich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt wird, aber auch zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit und damit zur Regulierung des Menstruationszyklus bei Frauen mit PMO beitragen kann. (Attia GM. Et al, 2023) Ein entscheidender Punkt ist jedoch, dass der Wirkstoff Metformin nicht die Notwendigkeit einer Lebensstiländerung bei übergewichtigen und adipösen Frauen mit PMOS ersetzt. (Lashen H. et al, 2018)
  • Myo-Inositol: Myo-Inositol verbessert die Insulinempfindlichkeit und unterstützt die normale Funktion der Eierstöcke. Die kann zur Regulierung des Menstruationszyklus beitragen. (Unfer V. et al, 2017). 

Weiterführende Maßnahmen

  • In-vitro-Fertilisation (IVF): Wenn andere Behandlungen nicht erfolgreich waren, kann eine Kinderwunschbehandlung Dich Deinem Wunschkind ein Stück näher bringen. Bei einer IVF oder ICSI werden Eizellen entnommen, um sie außerhalb des Körpers zu befruchten und dann in die Gebärmutter einzupflanzen.
  • Laparoskopische Ovarialbohrung (Drilling): Eine chirurgische Methode, bei der kleine Löcher in die Eierstöcke gemacht werden, um die Androgenproduktion zu reduzieren und den Eisprung zu fördern.
  • Hormonelle Verhütung: Die Antibabypille kann helfen, den Hormonhaushalt zu regulieren und typische Symptome des PMO-Syndroms wie Akne und vermehrte Behaarung zu lindern. Sie ist jedoch keine Lösung für den unerfüllten Kinderwunsch.

Tipps für Frauen mit PMO, um schwanger zu werden

Für Frauen mit polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) kann der Weg zur Schwangerschaft herausfordernd sein, aber es gibt mehrere effektive Strategien, um die Fruchtbarkeit zu verbessern und die Chancen auf eine erfolgreiche Empfängnis zu erhöhen. Hier sind einige umfassende Tipps, die dabei helfen können, die Auswirkungen von PMO auf die Fruchtbarkeit zu mildern:

Aktiver Lebensstil

Sorge dafür, dass Du mindestens 150 Minuten moderat körperlich aktiv bist, sei es durch zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen. Regelmäßige Bewegung hilft, Insulinresistenz zu verbessern und kann dazu beitragen, Deinen Menstruationszyklus zu stabilisieren.

Gesunde Ernährung

Achte auf eine Ernährung, die reich an Ballaststoffen, gesunden Fetten und magerem Eiweiß ist. Vermeide stark verarbeitete Lebensmittel und Zucker, da diese Insulinspitzen verursachen können. Setze stattdessen auf Vollkornprodukte, frisches Obst, Gemüse, Nüsse und Samen. Diese Ernährung unterstützt nicht nur Deinen Hormonhaushalt, sondern fördert auch eine gesunde Eierstockfunktion.

Mikronährstoffe

Setze auf hochwertige Mikronährstoffe zur Unterstützung einer gesunden Eierstockfunktion mit regelmäßigen Menstruationszyklen, zur Förderung eines Eisprungs und zur Verbesserung der Eizellqualität.

Gewichtsreduktion

Bei Übergewicht kann bereits eine geringe Gewichtsabnahme von 5-10% die Insulinresistenz verbessern, den Hormonhaushalt regulieren und die Chancen auf einen Eisprung erhöhen.

Ärztliche Unterstützung

Hol Dir eine ärztliche Beratung von Deinem Facharzt oder Deiner Fachärztin, um eine personalisierte Therapie zu erhalten, die Deine Fruchtbarkeit gezielt fördern kann.

Nutze diese Tipps als Grundlage, um Deinen Kinderwunsch zu erfüllen. Durch eine Kombination aus Lifestyle-Änderungen, gezielten Mikronährstoffen und einer fundierten medizinischen Behandlung kannst Du Deine Chancen auf eine erfolgreiche Empfängnis deutlich erhöhen. Du kannst das schaffen – bleib dran und sei geduldig mit Dir selbst! 

Fazit: Richtige Behandlung verhilft vielen Frauen mit PMOS zum Wunschkind

Es ist völlig normal, wenn Du Dich erstmal überwältigt fühlst, wenn Du die Diagnose PMO bekommst – vor allem, wenn Du Dir ein Baby wünschst. PMO ist zwar eine häufige hormonelle Störung, die Deine Fruchtbarkeit beeinflussen kann, aber sie bedeutet nicht das Ende deines Kinderwunsches. Mit der richtigen Behandlung und ein paar Veränderungen in deinem Alltag kannst Du Deine Chancen auf eine Schwangerschaft deutlich verbessern.

Such dir am besten rechtzeitig Unterstützung bei Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt oder in einem Kinderwunschzentrum. Dort kann man Dir genau sagen, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was für Dich am besten passt.

FAQ:

Wie hoch sind die Chancen mit PMOS schwanger zu werden?

Die Chancen, mit polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMO) schwanger zu werden, variieren erheblich und hängen von mehreren Faktoren ab, einschließlich der Schwere des PMO-Syndroms und der individuellen Symptome.

Die spontane Schwangerschaftsrate (ohne Behandlung) bei PMOS liegt tatsächlich niedriger als bei Frauen ohne PMOS. Studien zeigen, dass innerhalb eines Jahres etwa 20-40% der PMOS-Patientinnen spontan schwanger werden. Die Chancen sind dabei niedriger als bei Frauen ohne PMO (70-80%). (Teede, 2018)

Frauen mit PMO, die eine medizinische Behandlung erhalten, haben erheblich bessere Chancen. Zum Beispiel liegt die kumulative Schwangerschaftsrate nach 6 Zyklen bei Frauen, die mit Metformin und/oder Clomifen behandelt werden, bei etwa 40-46 % (Legro, 2007).

Wie lange dauert es normalerweise, bis eine Frau mit PMO-Syndrom schwanger wird?

Die Zeit bis zum Eintritt einer Schwangerschaft kann variieren, da der weibliche Zyklus bei PMOS meist unregelmäßig und somit die fruchtbare Phase bei PMOS schwerer zu bestimmen ist. Mit entsprechender Behandlung (z.B. hormonelle Stimulation in Verbindung mit einem Zyklusmonitoring) können jedoch viele Frauen innerhalb von 12 Monaten schwanger werden, aber es hängt von individuellen Faktoren ab.

Muss man übergewichtig sein, um mit PMO diagnostiziert zu werden?

Nein, Du musst nicht übergewichtig sein, um mit polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) diagnostiziert zu werden. PMOS kann bei Frauen aller Gewichtsklassen auftreten. Während Übergewicht und Fettleibigkeit häufige Begleiterscheinungen von PMOS sind, insbesondere aufgrund der damit oft verbundenen Insulinresistenz, ist dies nicht die einzige Möglichkeit, wie sich das Syndrom manifestieren kann. 

Referenzen

  1. Kostroun et al. Impact of updated international diagnostic criteria for the diagnosis of polycystic ovary syndrome. F & Reports. 2022.
  2. Elkhateeb RR, Mahran AE, Kamel HH. Long-term use of clomiphene citrate in induction of ovulation in PCO patients with clomiphene citrate resistance. J Gynecol Obstet Hum Reprod. 2017. 
  3. Attia GM, Almouteri MM, Alnakhli FT. Role of Metformin in Polycystic Ovary Syndrome (PCOS)-Related Infertility. 2023.
  4. Lashen H. Role of metformin in the management of polycystic ovary syndrome. Ther Adv Endocrinol Metab. 2010.
  5. Unfer V, Facchinetti F, Orrù B, Giordani B, Nestler J. Myo-inositol effects in women with PCOS: a meta-analysis of randomized controlled trials. Endocr Connect. 2017. 
  6. Teede et al. Recommendations from the international evidence-based guideline for the assessment and management of polycystic ovary syndrome. Fertility and Sterility, 2018.
  7. Legro et al. Clomiphene, Metformin, or Both for Infertility in the Polycystic Ovary Syndrome. The New England Journal of Medicine, 2007.
  8. Sulaiman et. al. Psychological burden among women with polycystic ovarian syndrome in Oman: a case–control study. International Journal of Women's Health, 2017.
  9. Teede, H. J., Khomami, M. B., Morman, R., Laven, J. S. E., Joham, A. E., Costello, M. F., Patil, M., Rees, D. A., Berry, L., Cree, M. G., Zhao, H., Norman, R. J., Dokras, A., Piltonen, T., & Global Name Change Consortium (2026). Polyendocrine metabolic ovarian syndrome, the new name for polycystic ovary syndrome: a multistep global consensus process.