- Gewisse Sexualhormone sinken durch den Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln
- Viele wichtige Parameter eines Spermiogramms verschlechtern sich bei steigendem Konsum von stark verarbeiteten Produkten
- Die Ursachen können vielfältig sein aber sind noch nicht vollständig erforscht
- Durch gezielte Veränderungen in der Auswahl Deiner Speisen kannst du deine Fruchtbarkeit aber sogar wieder verbessern
Deine tägliche Nahrung solltest Du nicht nur anhand von Deinem Geschmack und Praktikabilität auswählen, sondern besonders in der Zeit Deiner Kinderwunschreise genauer hinschauen. Denn hochverarbeitete Lebensmittel (auch UPCs als Abkürzung für Ultra Processed Foods) sind nicht nur für Deine Gesundheit von Nachteil, sondern können auch ganz konkret einen negativen Einfluss auf deine Fruchtbarkeit nehmen. Im Folgenden erklären wir Dir hier die schockierende Wahrheit anhand von wissenschaftlichen Studien.
Sinkende Hormonlevel durch steigenden Konsum an industriell gefertigten Nahrungsmitteln
In einer Studie letztes Jahr konnte festgestellt werden, dass eine höhere Konsumation von extrem hochverarbeitetem Essen (Ultra Processed Food) zu einer Verringerung der Level an FSH und Testosteron führen kann (Preston, J. M., et al., 2025). Beide Hormone sind wichtige Spieler in Bezug auf die Spermatogenese also die „Spermienproduktion“. Geraten diese Hormone außer Gleichgewicht sind vielfältige Störungen möglich, die die Fruchtbarkeit einschränken können. Interessanterweise konnte in einer anderen Studie zwar ebenso ein Einfluss auf die Spermienqualität jedoch nicht auf die Hormone bewiesen werden (Petre, G. C., et al., 2025). Ob und inwiefern sich hochverarbeitete Lebensmittel nun auf die Hormonlevel auswirken, muss also eindeutig noch abschließend geklärt werden. Klar ist jedenfalls, dass ein Zusammenhang zurzeit nicht ausgeschlossen werden kann.
Sterbende Spermien und andere Abnormalitäten
Unbestritten ist hingegen, dass hochverarbeitete Lebensmittel zu einer Verschlechterung der männlichen Fruchtbarkeit allgemein und insbesondere der Spermienqualität führen (Alesi, S., et al., 2022). Doch was genau können stark verarbeitete Nahrungsmittel bewirken? Unter anderem wirken diese direkt auf die „klassischen“ Parameter der Spermien in der Reproduktionsmedizin: Männer, die mehr dieser industriell gefertigten Produkte verzehren, haben in der Regel eine geringere Spermienkonzentration im Vergleich zu Männern, die weniger dieser Lebensmittel zu sich nehmen (Soltani, M., et al., 2025). Neben der Konzentration leidet aber auch die Gesamtanzahl der Spermien unter dem Konsum der hochverarbeiteten Lebensmittel (Valle-Hita, C., et al., 2024).
Ebenso unverschont durch den Konsum solcher Produkte bleibt die Spermienmorphologie. Unter der Spermienmorphologie versteht man, die Beurteilung der Form der Spermien. Das bedeutet unter anderem, ob sie regelmäßig geformt sind und einen (und nicht mehrere oder keinen) Schwanz besitzen. Auch die Motilität der Spermien wird in Mitleidenschaft gezogen (Ceretti, E., et al., 2024). Motilität ist ein anderer Ausdruck für Bewegungsfähigkeit und besonders wichtig, damit das Spermien überhaupt zur Eizelle kommen kann. Das ist übrigens nicht nur bei einer spontanen Schwangerschaft wichtig, sondern auch bei einer klassischen IVF. Im Rahmen einer ICSI müssen sich die Spermien jedoch nicht eigenständig fortbewegen, weshalb diese Methode der künstlichen Befruchtung für manche Männer geeigneter sein könnte.
Genauere Infos und Erklärungen zur Spermienqualität und Spermiogramm findest du hier…
Auf der Suche nach den Ursachen
Bei der Suche nach möglichen Ursachen für die Auswirkungen dieser Effekte sind Forschende auf spannende Zusammenhänge gestoßen: Typisch „westliche“ (oft hochverarbeitete) Speisen wie Fertig-Gerichte, stark verarbeitetes Getreide und Fleisch, süße Getränke und Speisen sowie Frittiertes können zu einer verstärkten Apoptose der Spermien führen. Das bedeutet, dass das körpereigene Immunsystem mehr Spermien in den Zelltod schickt. Werden mehr Spermien getötet, stehen natürlich auch weniger für eine erfolgreiche Befruchtung zu Verfügung – egal, ob es um eine natürliche oder assistierte Befruchtung geht. Außerdem stört der Konsum dieser Lebensmittel den Energiestoffwechsel in den Sertoli-Zellen, also wichtigen Nähr- und Stützzellen bei der Spermienreifung. Auch hier führt eine Störung zu weniger gesunden Spermien. Letztlich verstärken diese Lebensmittel auch Abweichungen in den Proteinen, die im Hoden vorkommen. Die abweichenden Proteine wirken sich auf vielfältige Weise auf Deine Fruchtbarkeit aus – jedoch leider fast nie positiv (Pecora, G., et al., 2023).
Fruchtbarkeit durch Nahrungsumstellung boosten
Bei all den negativen Aussichten stellt sich nun natürlich die Frage, wie und ob sich die Ernährung optimieren lässt, um die Spermienqualität zu schonen oder eventuell sogar zu verbessern.
Schaffst Du es, bereits 10% deiner Energieaufnahme durch hochverarbeitete Lebensmittel mit kaum verarbeiteten Nahrungsquellen zu ersetzen, erhöht sich nachweislich Deine Spermienanzahl, Konzentration und Bewegungsfähigkeit Deiner Spermien sowie die Spermienmorphologie (Valle-Hita, C., et al., 2024). Ein großartiger Schritt in die richtige Richtung auf Deinem Weg zum Wunschkind!
Ein etwas fortgeschritteneres Level kannst Du erreichen, indem Du Dich an einer mediterranen Diät versuchst: Diese wirkt sich nämlich positiv auf Deine Spermienqualität aus! Die wichtigsten Kennzeichen einer mediterranen Ernährungsweise sind ein geringer Konsum von rotem Fleisch sowie gesättigten Fettsäuren. Dafür umso mehr Obst und Gemüse sowie ungesättigte Fettsäuren (Pecora, G., et al., 2023). Selbstverständlich ist in diesem Bereich aber jede kleine Veränderung positiv zu bewerten und es ist absolut in Ordnung, sich erst an eine neue Ernährung rantasten zu müssen! Möglicherweise fällt es Dir leichter, wenn beispielsweise Deine Partnerin ebenfalls ihre Ernährung umstellt. Nachdem die mediterrane Ernährungsweise auch für die weibliche Fruchtbarkeit von Vorteil ist, könntet ihr so gleich gemeinsam Eure Fruchtbarkeit boosten! Aber auch Leute, die keinen Kinderwunsch haben, können sehr von dieser Ernährungsweise profitieren. Vielleicht findet sich in Deinem Umfeld ja jemand, der mit Dir gemeinsam die köstliche, mediterrane Ernährung ausprobieren möchte!
Falls Du wirklich alles für Deinen Kinderwunsch und Deine Spermienqualität geben möchtest, kannst Du unter anderem Zink, Selen, Omega-3-Fettsäuren und das Co-Enzym Q10 supplementieren. Diese verbessern bei einer ausreichenden Supplementierung durch Mikronährstoffpräparate nachweislich unter anderem die Spermienkonzentration, Motilität und Gesamtanzahl (Alesi, S., et al., 2022). Somit sind sie nicht nur ein wichtiger Baustein auf Deiner Kinderwunschreise sondern können genau dort unterstützen, wo hochverarbeitete Lebensmittel Schaden anrichten. Solltest Du nicht alle diese Nährstoffe einzeln als Supplemente einnehmen wollen, können wir Dir VILAVIT Male ans Herz legen – darin sind all diese Inhaltsstoffe und noch einige weitere Mikronährstoffe zum Boost Deiner Spermien enthalten.
Häufige Fragen zum Thema
Welche Hormone sind durch hochverarbeitete Lebensmittel meist verringert vorhanden?
Meistens sinken besonders die Level an Testosteron und FSH. Beide sind Sexualhormone und für die Spermiogenese wichtig.
Kann mein Spermiogramm tatsächlich schlechter sein, weil ich viele industriell gefertigten Produkte esse?
Ja, das ist absolut möglich! Glücklicherweise lassen sich diese Veränderungen durch Deine Nahrung auch positiv beeinflussen aber das ist oftmals leichter gesagt als getan.
Wie sollte ich mich ernähren, um die Spermienqualität zu verbessern?
Besonders die mediterrane Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse, wenig rotem Fleisch und gesättigten Fettsäuren ist förderlich für die Spermienqualität.
Sollte ich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen für meine Fruchtbarkeit?
Die gezielte Einnahme ausgewählter Nährstoffe kann definitiv ein Gewinn für Deine Fruchtbarkeit sein. Achte aber darauf, hochwertige Präparate zu Dir zu nehmen und lege trotzdem Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise. In VILAVIT Male ist alles enthalten, das Deine Fruchtbarkeit und Spermien unterstützt – ganz ohne Zusatzstoffe!
Referenzen
- Preston, J. M., Iversen, J., Hufnagel, A., Hjort, L., Taylor, J., Sanchez, C., George, V., Hansen, A. N., Ängquist, L., Hermann, S., Craig, J. M., Torekov, S., Lindh, C., Hougaard, K. S., Nóbrega, M. A., Simpson, S. J., & Barrès, R. (2025). Effect of ultra-processed food consumption on male reproductive and metabolic health. Cell metabolism, 37(10), 1950–1960.e2. https://doi.org/10.1016/j.cmet.2025.08.004
- Petre, G. C., Francini-Pesenti, F., De Toni, L., Di Nisio, A., Mingardi, A., Cosci, I., Passerin, N., Ferlin, A., & Garolla, A. (2025). Role of Mediterranean Diet and Ultra-Processed Foods on Sperm Parameters: Data from a Cross-Sectional Study. Nutrients, 17(13), 2066. https://doi.org/10.3390/nu17132066
- Alesi, S., Villani, A., Mantzioris, E., Takele, W. W., Cowan, S., Moran, L. J., & Mousa, A. (2022). Anti-Inflammatory Diets in Fertility: An Evidence Review. Nutrients, 14(19), 3914. https://doi.org/10.3390/nu14193914
- Soltani, M., Ahmadi, M. R., Shateri, Z., Maghsoudi, Z., Rajabzadeh-Dehkordi, M., Askarpour, M., Asadi, A. H., & Nouri, M. (2025). The association between consumption of ultra-processed foods and sperm quality parameters: a cross-sectional study. BMC research notes, 18(1), 48. https://doi.org/10.1186/s13104-025-07107-4
- Valle-Hita, C., Salas-Huetos, A., Fernández de la Puente, M., Martínez, M. Á., Canudas, S., Palau-Galindo, A., Mestres, C., Manzanares, J. M., Murphy, M. M., Marquès, M., Salas-Salvadó, J., & Babio, N. (2024). Ultra-processed food consumption and semen quality parameters in the Led-Fertyl study. Human reproduction open, 2024(1), hoae001. https://doi.org/10.1093/hropen/hoae001
- Ceretti, E., Bonaccio, M., Iacoviello, L., Di Castelnuovo, A., Ruggiero, E., Donato, F., Lorenzetti, S., Zani, D., & Montano, L. (2024). Consumption of Ultra-Processed Foods and Semen Quality in Healthy Young Men Living in Italy. Nutrients, 16(23), 4129. https://doi.org/10.3390/nu16234129
- Pecora, G., Sciarra, F., Gangitano, E., & Venneri, M. A. (2023). How Food Choices Impact on Male Fertility. Current nutrition reports, 12(4), 864–876. https://doi.org/10.1007/s13668-023-00503-x
















