- Hitzewallungen sind leider ein sehr häufiges Symptom und betreffen rund 80% aller Personen in der Perimenopause
- Ursache ist möglicherweise eine veränderte Thermoregulation des Körpers
- Abhilfe können Lebensstil-Veränderungen und gezielte Supplementierung mit pflanzlichen Wirkstoffen bringen
Plötzliche Hitzewallungen, Schweißanfälle oder Zittern sind in der Perimenopause leider keine Seltenheit und können auf die Veränderungen in Deinem Körper hindeuten. Nachdem diese sogenannten vasomotorischen Symptome jedoch alles andere als angenehm sind, möchten wir einen genauen Blick darauf werfen, was diese Probleme verursacht und wie Du gegensteuern kannst.
Ursache der Hitzewallungen
Lange galten die Schwankungen der Östrogen-Level während der Perimenopause als Auslöser für Hitzewallungen und Schweißanfälle. Mittlerweile ist jedoch klar, dass das Östrogen alleine nicht die Ursache für die Beschwerden sein kann. Möglicherweise verändert sich nämlich auch die Thermoregulation Deines Körpers während der Perimenopause. Die Thermoregulation ist eben nicht nur für Dein Wärmeempfinden, sondern auch für Schwitzen, Zittern und ähnliches zuständig. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen aktuell davon aus, dass der Bereich den Du als „angenehm“ in Bezug auf die Temperatur wahrnimmst, während der Perimenopause kleiner wird, wodurch Dir leichter heiß oder eben auch kalt wird. Letztlich ist aber noch nicht abschließend geklärt, inwiefern welche Faktoren in der Entstehung der unangenehmen Hitzewallungen mitspielen (Jamal, S., et al., 2026).
Bin ich mit meinen Hitzewallungen alleine?
Die einfachste Antwort darauf ist: Nein! In Europa leiden ungefähr 70-85% der Befragten in der Menopause an Hitzewallungen. Interessanterweise liegt die Häufigkeit derselben Symptome bei Personen in Japan und China bei rund 8-17%. Expertinnen und Experten führen diesen gravierenden Unterschied auf die typisch vorherrschenden Ernährungsweisen zurück. Diese beinhaltet in Japan und China im Vergleich zu Europa nämlich nicht nur mehr Gemüse, sondern beispielsweise auch mehr Soja. Warum genau Soja hier eine entscheidende Rolle spielen kann, erfährst Du noch! (Kheirkhah, M., et al., 2018)
Während Du nun also beruhigt sein darfst, dass Du mit Deinen Beschwerden nicht alleine bist, gehören Hitzewallungen & Co leider zu den belastensten Symptome der Menopause. Während die Beschwerden oft schon in der Perimenopause anfangen, können sie manchmal leider bis zu 15 Jahre nach dem Beginn der Menopause anhalten (Kheirkhah, M., et al., 2018).
Risikofaktoren für Hitzewallungen
Leider gibt es gewisse Faktoren, die Dein Risiko an Hitzewallungen zu leiden, erhöhen können. Ein wichtiger Baustein, den Du mittels Bluttests überprüfen lassen kannst, sind die Insulin-Werte. Hast Du erhöhte Insulinwerte, besteht die Gefahr, dass Du unter früher beginnenden und länger anhaltenden vasomotorischen Symptomen wie Schweißausbrüchen und Zittern leidest. Diese Ergebnisse stammen aus einer Untersuchung bei der Frauen im Alter von 47 Jahren untersucht worden sind. Vermutlich lassen sich diese Erkenntnisse jedoch auch auf jüngere Personen übertragen. Doch selbst wenn Du nicht unter Hitzewallungen und Schweißausbrüchen leidest, solltest Du bei erhöhten Insulinwerten hellhörig werden, da diese die Entstehung von Diabetes begünstigen können (Athar, F., et al., 2026).
Neben erhöhten Insulin-Werten kann auch ein erhöhter BMI (Body Mass Index) die Häufigkeit von Hitzewallungen beeinflussen. Es ist jedoch wichtig darauf hinzuweisen, dass der BMI auch durch eine hohe Knochendichte oder hohen Muskelanteil erhöht sein kann – hole Dir also im Zweifelsfall ärztlichen Rat ein und achte darauf, dass Deine Gewichtsabnahme im gesunden Rahmen stattfindet (Jamal, S., et al., 2026).
Ein weiterer Risikofaktor für Schweißanfälle und ähnliches sind Rauchen, PMS und eine warme Umgebungstemperatur. Während ersteres in Deiner Macht steht, und auch PMS zumindest gelindert werden kann, lässt sich das Klima leider nur schwer beeinflussen (Jamal, S., et al., 2026).
Behandlungsmethoden von Hitzewallungen
Medikamentöse Behandlung
Während der Menopause kommt für manche Personen eine Hormon-Ersatztherapie (HRT) in Frage, die also künstlich die Hormone ersetzten, soll, die in der Menopause nicht mehr produziert werden. In der Perimenopause kommen diese Medikamente jedoch nur selten zum Einsatz, da die Hormonlevel dafür meist zu stark schwanken. Außerdem führt die Hormon-Ersatztherapie leider zu einem erhöhten Krebsrisiko für gewisse Krebsarten und einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Beschwerden. Die HRT kann jedoch effektiv gegen Hitzewallungen aber auch viele andere Symptome der Menopause wirken (Erdélyi, A., et al., 2023).
Ebenso in der Menopause (nicht Perimenopause) können Neurokin-Rezeptor-Antagonisten als Therapie eingesetzt werden und ebenso effektiv gegen verschiedene Beschwerden der Menopause wie den Hitzewallungen helfen (Jamal, S., et al., 2026).
In der Regel werden beide Therapieoptionen jedoch nicht in der Perimenopause genutzt. Aus diesem Grund stellen wir Dir noch einige andere Therapieformen vor, die du bereits in der Perimenopause nutzen kannst.
Nicht-Medikamentöse Therapien
Einige Studien berichten davon, dass regelmäßiger Sport die Anzahl und Intensität der Hitzewallungen verringern kann und so die Lebensqualität der betroffenen Personen verbessert werden kann (Erdélyi, A., et al., 2023). Einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen besonders Yoga positive Effekte in Bezug auf Hitzewallungen nach. Die Sportart soll sich insgesamt besser auf die Beschwerden auswirken als andere untersuchte Sportarten (Jamal, S., et al., 2026).
Auch der Einsatz von Akupunktur scheint bei gewissen Personen die Hitzewallungen und das Schwitzen zu verringern, wodurch Schlafstörungen abnehmen können. Zur Behandlung mit Akupunktur werden jedoch noch weitere Studien benötigt. Von negativen Effekten ist laut Expertinnen und Experten jedoch trotzdem nicht auszugehen (Erdélyi, A., et al., 2023).
Auch kognitive Verhaltenstherapie kann die Beschwerden durch Hitzewallungen, Schwitzen und Zittern verringern (Jamal, S., et al., 2026).
Bei (starkem) Übergewicht oder Adipositas kann laut Untersuchungen durch eine Gewichtsabnahme von fünf Kilogramm eine Reduktion der Hitzewallungen um 30% erreicht werden. Auch hier gilt natürlich, dass die Gewichtsabnahme stehts im gesunden Rahmen erfolgen sollte (Erdélyi, A., et al., 2023).
Supplementierung und Ernährung als Behandlungsmöglichkeit
Zu Beginn des Artikels haben wir davon berichtet, dass in Ländern mit höherem Soja-Konsum weniger Beschwerden durch Hitzewallungen auftreten. Die Erklärung dafür ist, dass Soja Phyto-Östrogene enthält, also Pflanzenstoffe, die dem menschlichen Östrogen ähneln. Sie wirken zwar deutlich schwächer als körpereigenes Östrogen aber können gerade in der Zeit der Perimenopause zu einer Linderung der Beschwerden beitragen (Erdélyi, A., et al., 2023).
Auch eine gezielte Supplementierung von Mikronährstoffen kann zu einer Linderung der Beschwerden beitragen: Im Rahmen einer Studie konnte die Anzahl der Personen, die unter Hitzewallungen litten von 100% zu Beginn der Untersuchung auf 7% nach 60 Tagen Untersuchungsdauer reduziert werden! Supplements sind also keineswegs zu vernachlässigen und können helfen, einen ganzheitlichen Weg zur Linderung der Beschwerden einzuschlagen (Choudhury, R., et al., 2025).
Besonders drei pflanzliche Inhaltsstoffe gelten als besondere gut untersucht und effektiv gegen Hitzewallungen & Co: Salbei, Mönchspfeffer und Ashwagandha. Alle drei reduzieren die vasomotorischen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schwitzen deutlich und gelten als therapeutisch anerkannte Heilmittel (De Franciscis, P., et al., 2019; Naseri, R., et al., 2019; Jamal, S., et al., 2026).
Gerade bei leichten bis mittlere Beschwerden oder eben bevor eine medikamentöse Therapie sinnvoll eingesetzt werden kann, können diese Supplemente und Lifestyle-Anpassungen eine angenehme Alternative zur Reduktion Deiner Beschwerden darstellen. Wenn Du Dir das Leben besonders einfach und angenehm machen möchtest, können wir Dir VILAVIT Perimenopause ans Herz legen. Dieses Präparat enthält neben Salbei, Mönchspfeffer und Ashwaganda auch noch andere wertvolle Inhaltsstoffe, die Dir den hormonellen Übergang erleichtern und erträglicher gestalten können.
Häufig gestellte Fragen zum Thema
Warum leide ich in der Perimenopause unter Hitzewallungen?
Lange dachte man, dass reine Östrogenschwankungen schuld sind. Heute weiß man: Deine Thermoregulation verändert sich. Der Bereich, den Dein Körper als „angenehme Temperatur“ empfindet, wird in der Perimenopause kleiner. Dir wird dadurch viel schneller zu heiß oder zu kalt.
Wie lange können diese Schweißausbrüche anhalten?
Hitzewallungen gehören leider zu den belastendsten Symptomen. Sie starten oft schon in der Perimenopause. Im schlimmsten Fall können sie Dich bis zu 15 Jahre nach dem eigentlichen Beginn der Menopause begleiten.
Welche Faktoren verstärken die Beschwerden?
Ein erhöhter Insulinspiegel oder BMI (Body Mass Index) kann die Häufigkeit der Hitzewallungen steigern. Aber auch Dein Lebensstil spielt eine Rolle: Rauchen, eine warme Umgebungstemperatur und bereits bestehendes PMS (Prämenstruelles Syndrom) gelten als klare Risikofaktoren.
Warum helfen Medikamente wie eine Hormontherapie in der Perimenopause kaum?
Eine Hormon-Ersatztherapie (HRT) oder Neurokin-Rezeptor-Antagonisten werden in der Perimenopause meist nicht genutzt. Deine Hormonlevel schwanken in dieser Phase einfach noch zu stark. Zudem birgt eine HRT Risiken für bestimmte Krebsarten und Herz-Kreislauf-Beschwerden.
Welche pflanzlichen Mittel und Supplements lindern die Symptome?
Soja hilft durch hormonähnliche Phyto-Östrogene. Als therapeutisch anerkannte und besonders gut untersuchte Helfer gegen Hitzewallungen gelten zudem Salbei, Mönchspfeffer und Ashwagandha. Hochwertige Kombi-Präparate wie VILAVIT Perimenopause vereinen diese Inhaltsstoffe und erleichtern Deinem Körper den hormonellen Übergang.
Referenzen
- Jamal, S., Elsabagh, A., Wani, L., & Issa, M. (2026). Hot flashes: a review. Frontiers in medicine, 13, 1833603. https://doi.org/10.3389/fmed.2026.1833603
- Kheirkhah, M., Naieri, S. D., & Tabari, N. S. (2018). The effect of herbal tea capsule on menopause hot flashes. Journal of family medicine and primary care, 7(5), 1074–1078. https://doi.org/10.4103/jfmpc.jfmpc_332_17
- Athar, F., Gregory, S., Houston, E. J., & Templeman, N. M. (2026). Insulin Levels Early in Perimenopause Inform Vasomotor Symptom Incidence Across the Menopausal Transition. The Journal of clinical endocrinology and metabolism, 111(6), e1544–e1553. https://doi.org/10.1210/clinem/dgaf699
- Erdélyi, A., Pálfi, E., Tűű, L., Nas, K., Szűcs, Z., Török, M., Jakab, A., & Várbíró, S. (2023). The Importance of Nutrition in Menopause and Perimenopause-A Review. Nutrients, 16(1), 27. https://doi.org/10.3390/nu16010027
- Choudhury, R., Coelho, K., Suryawanshi, S., Hajare, A., & Kumar, A. (2025). Effectiveness of Multisymptom Support for Better Relief and Alleviation of Common Effects in Perimenopause (EMBRACE PERIMENOPAUSE). Cureus, 17(6), e86091. https://doi.org/10.7759/cureus.86091
- De Franciscis, P., Colacurci, N., Riemma, G., Conte, A., Pittana, E., Guida, M., & Schiattarella, A. (2019). A Nutraceutical Approach to Menopausal Complaints. Medicina (Kaunas, Lithuania), 55(9), 544. https://doi.org/10.3390/medicina55090544
- Naseri, R., Farnia, V., Yazdchi, K., Alikhani, M., Basanj, B., & Salemi, S. (2019). Comparison of Vitex agnus-castus Extracts with Placebo in Reducing Menopausal Symptoms: A Randomized Double-Blind Study. Korean journal of family medicine, 40(6), 362–367. https://doi.org/10.4082/kjfm.18.0067

















